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Manchmal kommt es anders als man denkt!

Eintrag 3

Manchmal kommt es anders als man denkt!
Der Termin für den ersten Ultraschall in der 13 Woche stand fest und ich war schon ganz aufgeregt!

Da wir im Juni in meinen Heimatskanton Obwalden ziehen, habe ich mich entscheiden, die Frauenärztin zu wechseln, damit ich nicht immer soweit fahren muss und es für mich klar war, im Kantonsspital Stans zu gebären. Eigentlich hätte ich gerne wieder im Geburtshaus geboren. Was in Stans ja auch möglich gewesen wäre, nur, irgendetwas sträubte sich in mir, was ich nicht einordnen sondern nur meiner Intuition freien Lauf lassen konnte. Es fühlte sich stimmig an im Spital zu gebären.
So, der erste Ultraschall stand vor der Tür. Meine beiden Jungs waren bei meiner Schwester und ich hatte Zeit und Ruhe den Termin wahrzunehmen. Leider ohne meinen Mann, der unmöglich frei machen konnte.
Passt so auch. Obwohl ich ruhiger gewesen wäre mit ihm.
Ich kannte die Frauenärztin nicht, doch spürte ich ihre Herzlichkeit, was mir meine Unruhe und Angst nahm.
Sie machte den Ultraschall und erklärte mir genau was sie sah, messen muss und so weiter!
Alles war tip top!? Wäre da doch nicht die Nackenfalte gewesen, welche leicht verdickt war.
Mein Herz stand still und ich merkte, wie sie mich versuchte zu beruhigen. Was heisst das? Ich verstand plötzlich die Welt nicht mehr. Mein Mann war nicht da, was für mich das schlimmste war. Sie beruhigte mich und erklärte mir, wie es weiter gehen könnte.
Ich musste auf einmal alleine entscheiden wie weiter. Der Satz " die Nackenfalte ist verdickt" halte in meinen Ohren weiter und meine Tränen schossen wie ein Wasserfall aus meinen Augen heraus!
Was heisst das? Bei meinen Jungs war doch die Nackenfalte einfach tip top!
Ich hatte das heulende Elend bis ich bei meiner Schwester war und wusste echt nicht mehr was oben und unten war.
Ich wusste nur, dass wir einen Termin in der Frauenklinik Luzern wahrnehmen dürfen, wenn wir Klarheit haben wollten dh. einen noch genaueren Ultraschall und ein Bluttest betreffend Risikowahrscheinlichkeit für Trisomie 21, 13, 18 oder ein Herzfehler oder doch nichts war möglich.
Das Horrorkarrussel fing an und ich war mir bewusst, dasd wir alleine es stoppen konnten aber wie? Wir waren schon in dieser ach du scheisse was soll das ganz drin! Wir waren uns doch eigentlich immer einig, dasd wir in einer Schwangerschafts keine Test, keine Abklärungen machen wollten und jetzt, sind wir voll mitten drin und es geschieht einfach mit und!
Mein Mann und ich hatten den Termin in der Frauenklinik. Er war die Ruhe selbst und ich schwirrte herum wie eine Biene. Eigentlich wollte ich möglichst schnell wieder aus der Frauenklinik raus mit dem Ergebnis, dass die Nackenfalte falsch gemessen wurde und somit die Ampel auf Gün, falscher Alarm!
Der Oberarzt war super sympathisch und nahm sich Zeit einen richtig genauen Ultraschall durchzuführen, was bei unserem zappeligen Schatz nicht wirklich einfach war. Alles im allem verlief ca. eine Stunde.
Der Oberarzt hatte extra drei mal gemessen, damit es wirklich genau war. Anstatt 3.1 cm mass er 2.6 cm. Wow, war ich erleichtert und ich fühlte mich wieder Vogel frei. Doch meinte er, dass die Norm bis 2.5 sei... Für mich fühlte es sich jedoch so stimmig an von 3.1 auf 2.6, dass mir die Norm von 2.5 plötzlich scheiss egal war. Es wurde in meiner Seele einfach wieder hell und ich war wieder voller Hoffnung und Vertrauen, dass unser kleiner Schatz gesund ist!
Wir verabschiedeten uns und ich durfte noch Blut für den Risikowahrscheinlichkeitstest betreffend Trisomie 21, 13, 18, geben. Mit 39 -ig ist man ja voll in der mega Risikoschwangerschaft drin. Eigentlich zum Kotzen dieser Ausdruck.
Wie ich das liebe, wenn mir Blut abgenommen wird. Einfach nicht schauen sonst haut es mich um! In ein paar Tagen ist das Ergebnis da, bis dahin heisst es abwarten und nicht zu viel hirnen!

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