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Anruf aus dem Kinderspital

Eintrag 28

Mein Eintrag heute wird nur ganz kurz. Bin gerade zu emotional unterwegs, sehr nahe an den Tränendrüsen und mir fehlen sogar die Worte, welche meinen tiefen Schmerz beschreiben.

Gestern Abend war mein Mann noch bei Mattia und es ging ihm soweit gut. Die zwei Männer kuschelten zusammen und Severin genoss den Kleinen auf seiner Brust unglaublich fest.
Ich zu Hause mit den Jungs, welche friedlich ins Bett gingen. So konnte ich in aller Ruhe duschen und Milch sbpumpen. Meine Milchbar fliesst zum Glück, was mich sehr freut.
Nach einer erholsamen Nacht, klingelte der Wecker wieder um sechs Uhr zum Duschen und Milch abpumpen. Nichts ahnend sass ich anschliessend unten im Wohnzimmer, halb verträumt am Milch abpumpen. Neben mir lag das Natel, welches ich zur Übersicht der Uhrzeit hatte. Nun gut, ich sass friedlich da, dachte an Mattia, freute mich auf den Besuch meiner Hebamme und, dass wir nachmittags als Familie zu Mattia gehen.😍
Plötzlich leuchtete mein Natel auf und ich erkannte nicht gleich, dass es die Nummer des Kinderspitals war.... ich erschrak unvorstellbar fest und wusste, jetzt ist etwas nicht mehr gut, da sie einem nicht einfach so kontaktieren und vorallem nicht um diese Uhrzeit.
Mattia hatte eine weitere Komplikation. 😭 Was? Ich konnte kaum sprechen so tief sass der Schreck.
Durch den zu hohen Lungendruck und die intensive Mehrbelastung des Herzens, kam zu wenig Blut in den Darm, welcher sich entzündete was glücklicherweise sich mit Blut im Darm und Magenkrämpfen äusserte. Alles in allem, Beatmungsmaschine gestartet, mit Medis ruhig gestellt, damit er sich möglichst nicht bewegt, Ernährung über Infusion durch die Vene, so wird der Darm geschont, Antibiotika und und und. Weitere Infos bekämen wir vor Ort nach der Visite.
Ich sag euch eins, nach diesem Telefonat heulte ich so stark, ich sah nicht mehr aus den Augen und wollte einfach nur, dass alles aufhört so zu schmerzen. Ich war in diesem Moment zart wie eine Blume und kippte beinahe um.
Eine weitere Feuerwehrübung, die Jungs wieder abgeben, losfahren nach Luzern, da der Zustand des Kleinen sehr ernst zu nehmen ist.
Ich weiss, dass alles seinen Grund und Sinn hat nur, dass zerreisst mir alles mein Herz und ist für mich wirklich ein unglaublich schlimmer Moment zu wissen, meinem Schatz geht es nicht gut, er kämpft mit dem Leben und ich kann gar nichts tun. Severin und ich waren vor Ort, wurden informiert und können jetzt nur warten und hoffen, dass die Darmentzündung sich ohne Operation legt.
Ich bin unendlich traurig, verstehe wirklich die Welt nicht mehr, obwohl ich sonst eine sehr optimistische und bodenständige Frau bin. Bin einfach verzweifelt aber vertraue unserem Mattia weiter, dass er es schafft.
Denkt bitte alle weiterhin so wundervoll und voller Liebe an ihn und uns, schickt uns viele Helferengel, denn genau das hilft uns.

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