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Ein weiteres Gespräch mit den Ärzten

Eintrag 49

Diese Woche fing chaotisch an, unsere Spontanität wurde erneut geprüft und ich hatte die Nachkontrolle bei meiner Frauenärztin, da schon wieder 8 Wochen vergangen sind, als ich in den Wehen lag und Mattia schlüpfte. Schön geschmeidig und flexibel bleiben, lautet das Motto.

In meiner Handtasche klingelte das Handy, ja klar, wenn FRAU einen Termin hat, schneit meistens sonst etwas Wichtiges herein.
Mir fiel echt das Herz seit langem wieder mal in die Hosen und ich nahm das Telefon mit erhöhtem Puls ab. Es war die Ärztin persönlich...oh mein Gott.. ich hoffte, dass mit Mattia alles in Ordnung ist.
Zum Glück war es nichts Schlimmes nur, dass heute Nachmittag das Gespräch mit den Ärzten statt fände, wenn es uns auch gehen würde. Na klar, wir sind ja geschulte Spontan-Flitzer und können es uns sicher einrichten, haben ja keine weiteren Kinder zu Hause. Sogleich rief ich, obwohl ich ehrlich gesagt genervt war wieder eine Feuerwehrübung zu organisieren, unsere Glücksfee vom Spital an, welche den Kinderhütedienst betreut. Glücklicherweise hatte sie Zeit am Nachmittag Elio und Marlon zu betreuen während dem das Gespräch statt fand. Mir war schon bewusst, dass ich hätte nein sagen können, nur, ich wollte ja auch schnellstmöglich Infos bekommen wie es weiter geht, denn so langsam geht auch mir die Energie vom ewigen hin und her irgendwie aus.
Das Gespräch verlief gut, wir bekamen einige Infos, konnten unsere Fragen stellen und bekamen ein super erfreuliches Highlight. Da Mattia über seinen künstlichen Darmausgang (Stoma) zu viele Nährstoffe verliert, nicht richtig zunimmt und er somit künstliche Nahrung braucht damit er nicht verhungert, wird die Stoma zu einem früheren Zeitpunkt als gedacht, wieder rückverlegt, was mich unglaublich freut, denn mein Gefühl sagte mir schon seit Tagen, da stimmt was nicht mit dieser Stoma. Natürlich bin ich auch froh, denn anfänglich hiess es mal, dass die Stoma nicht in dieser Hospitalisation rückgängig gemacht werden könne. Somit wäre Mattia mit der Stoma evtl. Heim gekommen und ich hätte zur Krankenschwester mutiert. Oh mein Gott, ich bin ja vielseitig begabt aber eine Doppelstoma zu pflegen und den Stuhl weiterzuleiten, das ist echt nichts für mich. Kann man sich auch schwer vorstellen, wenn man' s nicht kennt.
Nun gut, Mattia darf am 8.11 nochmals unters Messer, was mir schon bisschen Angst macht, denn eine Operation unter Vollnarkose ist nicht risikolos.
Wir hoffen, dass Mattia auch diese Operation meistert, er wieder von selber zunehmen kann, ausreichend an der Flasche trinkt.... und wir unsere Wundertüte endlich an Weihnachten nach Hause nehmen dürfen. Drückt uns weiterhin die Daumen, dass alles WUNDERbar kommt.

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