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Tag für Tag nehmen

Eintrag 69

Hab gerade gesehen, dass mein letzter Beitrag schon einige Tage her ist. Ich war intensiv mit mir beschäftigt und musste meine Lebensfreude suchen bzw. wieder Willkommen heissen. Ich habe meine Krone wieder gerichtet, mein Kopf steckt nicht mehr im Sand und ich gehe langsam voller Vertrauen weiter, auch wenn es nicht immer einfach ist.


Unser Alltag ähnelt einer Achterbahn und es mag einfach keinen Störfaktor leiden. Somit nehmen wir Tag für Tag.
Unser Alltag ist alles andere als ruhig und harmonisch jedoch schwimme ich nicht mehr so in unserem Sturm und wir haben wieder die Musse mit den Jungs kreativ tätig zu sein.
Die zwei grösseren Jungs lieben ihren Schatz Mattia sehr und können gar nicht genug von ihm bekommen, was einerseits wunderbar ist und anderseits bin ich als Mama gefordert zu schauen, dass Mattia seinen Raum und somit seine Ruheoase hat. Unser Terminkalender ist zur Zeit voll und einfach nur geniessen als Familie liegt noch nicht drin.
Eine latente Angst um Mattia betreffend seinem Gewicht ist einfach täglich da und es braucht viel Vertrauen in unsere momentane Situation, dass alles gut kommt. Mattia ist noch weit entfernt von seinem Wunschgewicht dh. er nimmt nicht konstant zu und verliert sehr viel Stuhl & Flüssigkeit über die Stomie, was uns als Eltern sehr verwirrt und beängstigt, da wir es nicht einordnen können.
Die engmaschigen Kontrollen im Kinderspital sind zur Zeit sehr wichtig und doch blockieren sie mich auf meinem intuitiven und vertrauenvollen Weg als Mama sehr.
Manche Ärzte haben das Feingefühl und die Fähigkeit auf uns Eltern einzugehen, nehmen unsere Sorgen und Ängste ernst und unterstützen uns sehr. Leider gibt es auch die andere Seite der Medaille, welche mich wütend macht, wenn wir als Eltern nicht als voll und ganz genommen und uns irgendwelche Sachen aufgedrückt werden. In solchen Momenten fühle ich mich wie von einer Dampfwalze platt gedrückt und frage mich wieso wir nicht auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können. Wir sind doch alle gleich und keiner ist mehr oder weniger. Nur, ihr wisst ja, dass Macht für manche Menschen eine unglaubliche Bereicherung in ihrem Leben ist. Sich hilflos und ohnmächtig fühlen, dem Schicksal ausgeliefert zu sein, ist für mich kaum aushaltbar und trotzdem versuche ich in meiner Mitte zu bleiben, Kraft zu tanken in schönen Momenten WUNDERvolles zu visualisieren.
Morgen findet eine weitere Kontrolle im Kinderspital statt und ich wünsche mir ein Miteinander von allen Beteiligten

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