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Mattia macht es uns nicht einfach!

Eintrag 96

Unser kleiner Mann macht es uns echt nicht einfach...
Wir haben vier wunderbare Tage als komplette Familie genossen und konnten voller Freude auftanken. Jedoch war diese Freude leider von kurzer Dauer und der Zustand von Mattia wurde von Tag zu Tag schlechter.

Zum Glück hörten wir gestern auf unser Bauchgefühl und fuhren mit Mattia erneut ins Kinderspital Luzern. Um 14.00 Uhr eingetroffen und um 20.00 Uhr auf der Intensivstation eingecheckt andere machen dies im Hotel, wir zur Zeit regelmässig im Kispi. Siehe da....Lungenentzündung Nummer 2 lässt grüssen aber dieses Mal auf der Intensivstation Luzern.
Jetzt habe ich den absoluten Stress als Mama, weiss nicht mehr wie ich die Kinderbetreuung organisieren soll, damit ich wenigstens für 2h bei Mattia sein kann. Mein Mann ist ja seit März vom RAV aus in einem Programm eingeteilt und muss von Mo-Fr präsent sein! Somit fällt seine Unterstützung aus!
Kann doch nicht so schwierig sein, denkt ihr jetzt!
Klar, es gibt x Institutionen, welche für Kinderbetreuung zu haben und auch super sind. Nur, die haben alle ihre Preise und solange mein Mann auf Jobsuche ist, wir nicht wissen wie lange noch und wir für ein Auto sparen, welches wir brauchen, damit wir uns zu fünft fortbewegen können, wagen wir es nicht ein erneutes Experiment zu starten.
Vom Rotenkreuz bekamen wir im März/ April durch eine Stiftung schon mal gewisse Anzahl Stunden finanziert, was uns sehr unterstützte und entlastete... Doch, diese Unterstützung ist jetzt ausgeschöpft und unser Sturm ist noch nicht zu Ende.
Eigentlich traurig, da reden immer alle wie sozial die Schweiz ist, und dass es doch allen so gut geht, nur, wenn
man mal echt in der Scheisse steckt, lernt man das ganze System kennen!
Versteht mich nicht falsch, wir müssen nicht Hunger leiden, ausziehen oder können unsere Rechnungen nicht bezahlen, nein, dem ist nicht so aber Fakt ist, wir können nicht einfach das Geld aus dem Fenster werfen, damit wir eine Kinderbetreuung finanzieren können dh. für gewisse Stunden schon aber wir brauchen mehr als ein paar Stunden solange der kleine Zwerg im Kinderspital ist.
Und ja, unsere Familienmitglieder haben in diesen 8 Monaten vollen Einsatz geleistet.
Und jetzt? Keine Ahnung. Alles ist möglich. Nix ist gratis. Aber wir kämpfen weiter.

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